Japan: Wetter und Kleidung nach Monat – was Sie in welcher Region anziehen
Inhaltsverzeichnis
Im November tragen Sie in Sapporo einen Mantel – und in Naha ein T-Shirt. Eine einzige Temperatur für „Japan“ hilft beim Packen deshalb wenig. Diese Übersicht zeigt für sieben Städte, wie warm es tagsüber und nachts im Mittel ist, an wie vielen Tagen Regen oder Schnee fällt und was Sie dafür einpacken – in sieben gezeichneten Kleidungsmustern. Die Zahlen sind die offiziellen Mittelwerte des Japanischen Wetteramts für 1991 bis 2020. Was keine Tabelle zeigt, ergänzen wir aus dem Alltag vor Ort: Tempel, in denen Sie die Schuhe ausziehen, und Züge, in denen Sie im August über eine Strickjacke froh sind.
Das Wichtigste in Kürze
- Schichten statt eines dicken Stücks: Im Frühling und Herbst liegen zwischen Mittag und Nacht in Tokio und Kyoto rund 7 bis 11 Grad. Eine Jacke, die Sie ausziehen und in den Tagesrucksack stecken können, ist bequemer als ein Mantel.
- Zwischen Nord und Süd liegen im Januar rund 20 Grad, im August nur rund 5: Sapporo liegt im Januar tagsüber knapp unter null, Naha bei 20 Grad. Im Hochsommer ist es fast überall heiß.
- Regenzeit: auf den Hauptinseln von Ende Mai oder Anfang Juni bis Mitte oder Ende Juli, in Okinawa von etwa dem 10. Mai bis um den 21. Juni. Für Hokkaido gibt das Wetteramt keine Regenzeit bekannt. Und auch in der Regenzeit regnet es in Tokio nicht jeden Tag, sondern an rund 12 von 30.
- Juli und August: In Tokio, Kyoto, Kanazawa und Hiroshima liegt die Tageshöchsttemperatur im Mittel bei 30 Grad oder darüber, in Kyoto im August bei 34. Eine dünne Strickjacke gehört trotzdem ins Gepäck – für klimatisierte Züge und Kaufhäuser.
- Winter am Japanischen Meer: In Kanazawa fällt im Januar an 23 Tagen Regen oder Schnee, in Tokio an 5. Dort sind wasserfeste Schuhe wichtiger als ein zweiter Pullover.
- Schuhe, die Sie schnell ausziehen: In Tempelhallen, im Ryokan und in manchen Restaurants gehen Sie auf Socken. Das gilt zu jeder Jahreszeit.
Die kurze Antwort: Schichten, und nach Region packen
Packen Sie für Japan in Schichten und nach Region. In Tokio, Kyoto und Hiroshima reichen von Juni bis September Sommersachen mit einer dünnen Strickjacke für klimatisierte Räume, im Juni und Juli dazu ein Faltschirm. Im April, Mai und Oktober reichen Langarmshirt und leichte Jacke, im März und November kommen Pullover und Schal hinzu, von Dezember bis Februar ein Mantel. In Sapporo kommen im Winter Schuhe mit Profil hinzu, in Kanazawa wasserfeste Sohlen. In Okinawa sinkt die Temperatur auch im Januar nachts im Mittel nur auf rund 15 Grad.
Auf einen Blick: sieben Städte, zwölf Monate
Die Tabelle zeigt für jeden Monat die mittlere Tageshöchsttemperatur und das passende Kleidungsmuster. Die Buchstaben führen zu den Zeichnungen weiter unten, die Monatsnamen zu den Abschnitten mit Tiefstwerten und Niederschlagstagen. Osaka ist klimatisch fast wie Kyoto (nachts ein bis zwei Grad milder), Fukuoka bei den Temperaturen fast wie Hiroshima, im Winter aber mit mehr Regentagen.
| Monat | Sapporo | Sendai | Tokio | Kanazawa | Kyoto | Hiroshima | Naha |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Januar | 0°F | 6°F | 10°E | 7°F | 9°E | 10°E | 20°C |
| Februar | 0°F | 7°F | 11°E | 8°E | 10°E | 11°E | 20°C |
| März | 5°F | 10°E | 14°D | 12°E | 14°D | 15°D | 22°C |
| April | 12°E | 16°D | 19°C | 17°D | 20°C | 20°C | 24°C |
| Mai | 18°D | 20°C | 24°C | 22°C | 25°B | 24°C | 27°B ☂ |
| Juni | 22°C | 23°C ☂ | 26°B ☂ | 26°B ☂ | 28°B ☂ | 27°B ☂ | 30°A ☂ |
| Juli | 25°B | 27°B ☂ | 30°A ☂ | 30°A ☂ | 32°A ☂ | 31°A ☂ | 32°A |
| August | 26°B | 28°B | 31°A | 31°A | 34°A | 33°A | 32°A |
| September | 23°C | 25°B | 28°B | 27°B | 29°B | 29°B | 31°A |
| Oktober | 16°D | 20°C | 22°C | 22°C | 23°C | 24°C | 28°B |
| November | 9°E | 14°D | 17°D | 16°D | 17°D | 18°D | 25°B |
| Dezember | 2°F | 8°E | 12°E | 10°E | 12°E | 12°E | 22°C |
So lesen Sie die Zahlen: Es sind Mittelwerte über 30 Jahre. Ein einzelner Tag kann einige Grad wärmer oder kälter sein, und die Sommer der letzten Jahre lagen deutlich über dem Mittel. Für die Kleidung zählt die Tageshöchsttemperatur, für den Abend die Tiefsttemperatur – beide stehen in den Monatsabschnitten.
Die sieben Kleidungsmuster
Was Sie anziehen, hängt weniger von Stadt und Monat ab als von der Temperatur: Ein Oktobertag in Sapporo fühlt sich an wie ein Novembertag in Tokio. Deshalb haben wir die zwölf Monate und sieben Städte auf sieben Muster verdichtet – sechs nach Temperatur, eines für die Regenzeit. Rot gezeichnet ist jeweils das Stück, an das Reisende oft nicht denken.
Muster A
Hochsommer
ab 30 °C am Tag
- Luftiges T-Shirt
- Leichte lange Hose
- Sonnenhut
- Kleines Handtuch
- Dünne Strickjacke
Warum ein Handtuch? Ein kleines Handtuch tragen in Japan im Sommer fast alle bei sich – zum Abtupfen unterwegs und zum Händetrocknen, denn nicht jede öffentliche Toilette hat Papiertücher. Die Strickjacke ist für drinnen: Züge, Kaufhäuser und Museen sind im Hochsommer kräftig gekühlt. Eine leichte lange Hose ist bei Hitze angenehmer, als sie klingt – sie schützt vor Sonne und Mücken.
Typisch für: Juli und August in Tokio, Kyoto, Kanazawa und Hiroshima · Juni bis September in Naha
Muster B
Sommerlich warm
25–29 °C am Tag
- T-Shirt
- Dünne Strickjacke
- Leichte lange Hose
- Bequeme Schuhe
- Faltschirm
Warum ein Schirm? Er schützt in Japan nicht nur vor Regen: Viele Menschen spannen im Sommer einen Schirm gegen die Sonne auf. Für kurze Schauer zwischendurch reicht ein Faltschirm. Haben Sie keinen dabei, bekommen Sie in fast jedem Konbini (Convenience Store) einen einfachen Schirm.
Typisch für: Juni und September in Tokio, Kyoto und Hiroshima · Juli und August in Sapporo · Mai, Oktober und November in Naha
Muster C
Mild
19–24 °C am Tag
- Langarmshirt
- Leichte Jacke
- Lange Hose
- Bequeme Schuhe
- Socken ohne Löcher
Warum Socken? Die angenehmsten Wochen des Jahres sind auch die Wochen der Tempelbesuche. In vielen Tempelhallen, im Ryokan und in Restaurants mit Tatami-Boden ziehen Sie die Schuhe aus – Schuhe ohne Schnürsenkel und ordentliche Socken sparen jedes Mal Zeit. Die Jacke brauchen Sie meist erst abends.
Typisch für: April, Mai und Oktober in Tokio · April und Oktober in Kyoto · Dezember bis April in Naha
Muster D
Übergangszeit
14–18 °C am Tag
- Leichter Pullover
- Übergangsjacke
- Dünner Schal
- Lange Hose
- Bequeme Schuhe
Warum Schichten? Morgens und abends ist es deutlich kühler als mittags, und in Tempeln stehen Sie oft auf kühlem Holz. Mehrere dünne Schichten lassen sich über den Tag an- und ablegen. Den Schal brauchen Sie vor allem abends – etwa bei der Kirschblüte im März oder bei den beleuchteten Herbstgärten im November.
Typisch für: März und November in Tokio, Kyoto und Hiroshima · April und November in Sendai · Mai und Oktober in Sapporo
Muster E
Mantelwetter
8–13 °C am Tag
- Funktionsunterwäsche
- Pullover
- Mantel
- Schal
- Handschuhe
Warum Funktionsunterwäsche? In Zügen und Kaufhäusern ist es im Winter oft sehr warm – draußen, in alten Tempeln und in manchem Ryokan dagegen nicht. Eine dünne warme Schicht unter dem Pullover und ein Mantel, den Sie öffnen können, kommen mit beidem zurecht. Wer zu leicht gepackt hat, bekommt Funktionsunterwäsche in Japan günstig, etwa bei Uniqlo.
Typisch für: Dezember bis Februar in Tokio, Kyoto und Hiroshima · April und November in Sapporo
Muster F
Frost und Schnee
unter 8 °C am Tag
- Funktionsunterwäsche
- Daunenjacke
- Mütze
- Handschuhe
- Stiefel mit Profil
Warum Stiefel mit Profil? In Sapporo sind nicht die Temperaturen das Problem, sondern festgetretener Schnee und Eis auf Gehwegen und Treppen. In Kanazawa fällt der Schnee nass, oft im Wechsel mit Regen – dort zählt vor allem, dass die Sohle dicht ist. Mehr zum Winter im Norden steht in unserem Winter-Beitrag.
Typisch für: Dezember bis März in Sapporo · Januar und Februar in Sendai · Januar in Kanazawa
Muster G
Regenzeit
warm und feucht
- Dünne Regenjacke
- Faltschirm
- Schnell trocknendes Shirt
- Leichte Hose
- Schuhe für Regentage
Warum eine dünne Regenjacke? In der Regenzeit ist es warm und sehr feucht; in einer dicken Jacke schwitzen Sie schnell. Besser sind leichte Stoffe, die schnell trocknen, und ein zweites Paar Schuhe im Hotel. Der Faltschirm gehört in den Tagesrucksack – nicht, weil es ständig regnet, sondern weil Schauer oft ohne Vorwarnung kommen.
Typisch für: Juni bis Mitte oder Ende Juli von Kyushu bis Tohoku · etwa 10. Mai bis 21. Juni in Okinawa · Hokkaido hat keine Regenzeit
Eine Reise durch mehrere Klimazonen – mit leichtem Gepäck
Wir planen Ihre Route so, dass Ihr Gepäck leicht bleibt – und sagen Ihnen vor der Abreise, was Sie für die Regionen auf Ihrem Weg wirklich brauchen.
Unverbindlich anfragenJanuar: der kälteste Monat – an der Pazifikküste trocken und klar
Im Januar ist die Pazifikseite trocken und oft sonnig: In Tokio fällt im Mittel nur an fünf Tagen mindestens ein Millimeter Niederschlag. Auf der anderen Seite der Berge, in Kanazawa, sind es 23. Wer beide Seiten bereist, erlebt an einem Reisetag zwei Winter – blauen Himmel in Tokio, nassen Schnee und Regen am Japanischen Meer.
| Stadt | Tag | Nacht | Nasse Tage | Muster |
|---|---|---|---|---|
| Sapporo | 0° | −6° | 18 | F |
| Sendai | 6° | −1° | 6 | F |
| Tokio | 10° | 1° | 5 | E |
| Kanazawa | 7° | 1° | 23 | F |
| Kyoto | 9° | 2° | 6 | E |
| Hiroshima | 10° | 2° | 6 | E |
| Naha (Okinawa) | 20° | 15° | 10 | C |
Kyoto fühlt sich kälter an, als die Zahlen vermuten lassen. Die Stadt liegt in einem Becken, in dem sich die kalte Luft sammelt – in Kyoto spricht man von sokobie, einer Kälte, die bis ins Mark geht. In Tempelhallen stehen Sie in Socken auf unbeheiztem Holz. Warme Socken und Funktionsunterwäsche wiegen weniger als ein zweiter Pullover.
In Sapporo liegt die Tageshöchsttemperatur knapp unter null. Hier gehören Mütze, Handschuhe und Stiefel mit Profil in den Koffer. Naha dagegen hat im Januar tagsüber rund 20 Grad – ein Langarmshirt und eine leichte Jacke reichen.

Februar: Schnee im Norden, erste Blüten im Süden
Der Februar gleicht dem Januar; in Tokio, Kyoto und Hiroshima wird es tagsüber nur etwa ein Grad wärmer. Packen Sie wie für den Januar. In Sapporo findet Anfang Februar das Schneefestival statt – dafür brauchen Sie die volle Winterausrüstung aus Muster F, denn Sie stehen abends lange draußen.
| Stadt | Tag | Nacht | Nasse Tage | Muster |
|---|---|---|---|---|
| Sapporo | 0° | −6° | 16 | F |
| Sendai | 7° | −1° | 5 | F |
| Tokio | 11° | 2° | 5 | E |
| Kanazawa | 8° | 1° | 19 | E |
| Kyoto | 10° | 2° | 7 | E |
| Hiroshima | 11° | 2° | 7 | E |
| Naha (Okinawa) | 20° | 15° | 10 | C |
Im Süden beginnt der Frühling früher. In Okinawa ist die Kirschblüte im Februar in vollem Gang oder schon vorbei, und die Pflaumenbäume blühen in Tokio oft schon ab Ende Januar, in Kyoto ab Ende Februar. Wer den Winter im Norden mit ein paar Tagen im Süden verbindet, braucht zwei Garnituren: Daunenjacke für Hokkaido, leichte Jacke für Okinawa.

März: Winter im Norden, Frühling im Süden
Im März liegt Sapporo tagsüber bei 5 Grad und oft noch unter Schnee, Naha bei 22 Grad. Dazwischen beginnt auf den Hauptinseln der Frühling – aber nur tagsüber. In Tokio und Kyoto fällt die Temperatur nachts im Mittel auf 4 bis 5 Grad.
| Stadt | Tag | Nacht | Nasse Tage | Muster |
|---|---|---|---|---|
| Sapporo | 5° | −2° | 14 | F |
| Sendai | 10° | 1° | 7 | E |
| Tokio | 14° | 5° | 9 | D |
| Kanazawa | 12° | 3° | 16 | E |
| Kyoto | 14° | 4° | 10 | D |
| Hiroshima | 15° | 5° | 9 | D |
| Naha (Okinawa) | 22° | 17° | 11 | C |
Das ist die Zahl, die Sie für die Kirschblüte im Kopf behalten sollten. In Tokio beginnen die Kirschen im Mittel um den 24. März zu blühen, voll erblüht sind sie um den 31. März. Wer abends unter den Bäumen sitzt oder eine beleuchtete Allee entlanggeht, friert in einer Frühlingsjacke schnell. Eine warme Jacke und ein Schal machen den Abend angenehm. Wann die Blüte in welcher Region beginnt, steht in unserem Beitrag zur Kirschblüte.

April: tagsüber Frühling, abends noch kühl
Im April erreichen Tokio und Kyoto tagsüber im Mittel 19 bis 20 Grad, nachts sind es 9 bis 10. Zwischen Mittag und frühem Morgen liegen also rund 10 Grad. Ein Langarmshirt und eine leichte Jacke reichen für den Tag; für den Abend darf es ein Pullover mehr sein.
| Stadt | Tag | Nacht | Nasse Tage | Muster |
|---|---|---|---|---|
| Sapporo | 12° | 3° | 10 | E |
| Sendai | 16° | 6° | 8 | D |
| Tokio | 19° | 10° | 10 | C |
| Kanazawa | 17° | 8° | 12 | D |
| Kyoto | 20° | 9° | 9 | C |
| Hiroshima | 20° | 10° | 9 | C |
| Naha (Okinawa) | 24° | 19° | 10 | C |
Weiter im Norden ist der Frühling noch nicht angekommen: In Sendai sind es tagsüber 16 Grad, in Sapporo 12. Die Kirschen blühen in Sapporo im Mittel erst Anfang Mai. Wer im April von Kyoto nach Hokkaido reist, reist eine Jahreszeit zurück.
Mai: die angenehmsten Wochen – mit kräftiger Sonne
Der Mai gehört mit Oktober und November zu den angenehmsten Monaten. In Tokio sind es tagsüber 24 Grad, in Kyoto 25, nachts um 15. T-Shirt oder Langarmshirt, dazu eine leichte Jacke für den Abend – mehr braucht es nicht. Unterschätzen Sie die Sonne nicht: Ein Hut oder Sonnenschutz gehört schon im Mai ins Gepäck.
| Stadt | Tag | Nacht | Nasse Tage | Muster |
|---|---|---|---|---|
| Sapporo | 18° | 9° | 9 | D |
| Sendai | 20° | 12° | 9 | C |
| Tokio | 24° | 15° | 10 | C |
| Kanazawa | 22° | 14° | 10 | C |
| Kyoto | 25° | 15° | 10 | B |
| Hiroshima | 24° | 15° | 9 | C |
| Naha (Okinawa) | 27° | 22° | 11 | B ☂ |
In Okinawa beginnt im Mittel um den 10. Mai die Regenzeit. Naha hat im Mai 27 Grad und fast so viel Niederschlag wie im Juni. Auf den Hauptinseln beginnt die Regenzeit erst zwischen Ende Mai und Mitte Juni – in Tokio, Kyoto und Hiroshima ist der Mai wechselhaft, aber noch keine Regenzeit.

Juni: Regenzeit – aber nicht jeden Tag Regen
Auf den Hauptinseln beginnt die Regenzeit im Mittel zwischen Ende Mai im Süden Kyushus und Mitte Juni im Norden Tohokus; in Tokio, Kyoto und Hiroshima Anfang Juni. Das klingt nach einem verregneten Monat, doch in Tokio fällt im Juni im Mittel an 12 von 30 Tagen Niederschlag. Viele Tage sind bedeckt und feucht, aber trocken genug für Spaziergänge. Es ist warm: 26 Grad in Tokio, 28 in Kyoto.
| Stadt | Tag | Nacht | Nasse Tage | Muster |
|---|---|---|---|---|
| Sapporo | 22° | 13° | 8 | C |
| Sendai | 23° | 16° | 10 | C ☂ |
| Tokio | 26° | 19° | 12 | B ☂ |
| Kanazawa | 26° | 18° | 11 | B ☂ |
| Kyoto | 28° | 19° | 12 | B ☂ |
| Hiroshima | 27° | 20° | 11 | B ☂ |
| Naha (Okinawa) | 30° | 25° | 11 | A ☂ |
Hokkaido hat keine Regenzeit. Sapporo ist im Juni mit 60 Millimetern die trockenste der sieben Städte in unserer Tabelle – ein Grund, warum der Norden im Frühsommer so beliebt ist. In Okinawa endet die Regenzeit im Mittel um den 21. Juni; danach beginnt dort der Hochsommer. Wie Sie eine Reise in der Regenzeit planen und was bei Taifunen gilt, steht in unserem Beitrag zu Regenzeit und Taifun.

Juli: Ende der Regenzeit, Beginn der Hitze
Die Regenzeit endet im Mittel um den 19. Juli in Kanto, Kansai und im Westen – in Süd-Kyushu und Shikoku etwas früher, am Japanischen Meer und in Tohoku einige Tage später. Die letzten Wochen bringen oft die heftigsten Güsse: In Hiroshima ist der Juli mit 280 Millimetern der niederschlagsreichste Monat des Jahres.
| Stadt | Tag | Nacht | Nasse Tage | Muster |
|---|---|---|---|---|
| Sapporo | 25° | 18° | 8 | B |
| Sendai | 27° | 20° | 13 | B ☂ |
| Tokio | 30° | 22° | 11 | A ☂ |
| Kanazawa | 30° | 23° | 13 | A ☂ |
| Kyoto | 32° | 24° | 12 | A ☂ |
| Hiroshima | 31° | 24° | 11 | A ☂ |
| Naha (Okinawa) | 32° | 27° | 9 | A |
Danach wird es heiß. In Tokio erreicht die Tageshöchsttemperatur im Mittel 30 Grad, in Kyoto 32. Planen Sie Besichtigungen am Morgen und am späten Nachmittag, und nehmen Sie die dünne Strickjacke für Züge und Museen mit. Sapporo hat im Juli angenehme 25 Grad.
August: der heißeste Monat
Der August ist fast überall der heißeste Monat. Kyoto erreicht tagsüber im Mittel 34 Grad, Tokio 31. Auch die Nächte kühlen kaum ab: In Kyoto liegt der Tiefstwert bei 25 Grad, in Osaka sogar etwas höher. Luftige Kleidung aus Leinen oder Baumwolle, ein Hut, ein kleines Handtuch und eine Wasserflasche gehören in dieser Zeit zur Grundausstattung.
| Stadt | Tag | Nacht | Nasse Tage | Muster |
|---|---|---|---|---|
| Sapporo | 26° | 19° | 10 | B |
| Sendai | 28° | 22° | 11 | B |
| Tokio | 31° | 24° | 8 | A |
| Kanazawa | 31° | 24° | 9 | A |
| Kyoto | 34° | 25° | 8 | A |
| Hiroshima | 33° | 25° | 8 | A |
| Naha (Okinawa) | 32° | 27° | 12 | A |
Überraschend gering ist der Unterschied zwischen Süd und Nord: Naha ist mit 32 Grad kaum heißer als Tokio, und selbst Sapporo erreicht 26 Grad. Um die Mitte des Monats reisen viele Japanerinnen und Japaner zum Obon-Fest in ihre Heimatorte; Züge und Unterkünfte sind dann früh ausgebucht. Was der Sommer trotz der Hitze bietet – Feuerwerk und Sommerfeste –, zeigt unser Sommer-Beitrag.
September: noch Sommer, dazu Taifune
Viele Reisende unterschätzen den September. In Tokio liegt die Tageshöchsttemperatur im Mittel noch bei 28 Grad, in Kyoto bei 29 – packen Sie wie für den Sommer. Dazu kommt die Hauptsaison der Taifune: Taifune treffen Japan am häufigsten im August und September und bringen an einzelnen Tagen Sturm und starken Regen.
| Stadt | Tag | Nacht | Nasse Tage | Muster |
|---|---|---|---|---|
| Sapporo | 23° | 15° | 10 | C |
| Sendai | 25° | 18° | 11 | B |
| Tokio | 28° | 20° | 11 | B |
| Kanazawa | 27° | 20° | 12 | B |
| Kyoto | 29° | 21° | 10 | B |
| Hiroshima | 29° | 21° | 9 | B |
| Naha (Okinawa) | 31° | 26° | 12 | A |
Im Norden beginnt dagegen schon der Herbst. Sapporo hat im September 23 Grad am Tag und 15 in der Nacht – eine leichte Jacke gehört dort bereits ins Gepäck.
Oktober: angenehm – und in Tokio der regenreichste Monat
Im Oktober kehrt das angenehme Wetter zurück: In Tokio sind es tagsüber 22 Grad, in Kyoto 23, nachts um 14 bis 15. Ein Langarmshirt und eine leichte Jacke reichen. Eine Zahl überrascht allerdings: Der Oktober ist in Tokio im Mittel der niederschlagsreichste Monat des Jahres, nicht der Juni. Herbstregen und späte Taifune kommen zusammen – den Faltschirm sollten Sie also nicht zu Hause lassen.
| Stadt | Tag | Nacht | Nasse Tage | Muster |
|---|---|---|---|---|
| Sapporo | 16° | 8° | 12 | D |
| Sendai | 20° | 12° | 8 | C |
| Tokio | 22° | 15° | 11 | C |
| Kanazawa | 22° | 14° | 13 | C |
| Kyoto | 23° | 14° | 8 | C |
| Hiroshima | 24° | 15° | 6 | C |
| Naha (Okinawa) | 28° | 24° | 9 | B |
In Hokkaido und Tohoku färbt sich im Oktober das Laub. Sapporo hat nur noch 16 Grad am Tag und 8 in der Nacht – dort brauchen Sie bereits die Kleidung der Übergangszeit.
November: Herbstlaub im Süden, erster Schnee im Norden
Im November gehen Nord und Süd wieder weit auseinander. In Sapporo sinkt die Tageshöchsttemperatur auf 9 Grad, und meist ist der erste Schnee schon gefallen – im Mittel um den 28. Oktober. Naha dagegen hat 25 Grad.
| Stadt | Tag | Nacht | Nasse Tage | Muster |
|---|---|---|---|---|
| Sapporo | 9° | 2° | 15 | E |
| Sendai | 14° | 6° | 6 | D |
| Tokio | 17° | 9° | 7 | D |
| Kanazawa | 16° | 8° | 17 | D |
| Kyoto | 17° | 8° | 6 | D |
| Hiroshima | 18° | 9° | 6 | D |
| Naha (Okinawa) | 25° | 20° | 8 | B |
Für Tokio und Kyoto ist der November die Zeit des Herbstlaubs – und eine Zeit großer Gegensätze zwischen Mittag und Morgen. In Kyoto sind es tagsüber 17 Grad, nachts 8. Wer früh am Morgen in einen Tempel geht, um vor den Gruppen dort zu sein, oder abends die beleuchteten Gärten besucht, braucht Pullover, Übergangsjacke und Schal. Wann sich das Laub wo färbt, steht in unserem Beitrag zum Herbstlaub.

Dezember: trocken und klar im Osten, nass am Japanischen Meer
Im Dezember beginnt auf der Pazifikseite die trockene, klare Winterzeit: Tokio hat tagsüber 12 Grad, nachts 4, und nur an fünf Tagen fällt Niederschlag. Ein Mantel, ein Schal und ein warmer Pullover reichen.
| Stadt | Tag | Nacht | Nasse Tage | Muster |
|---|---|---|---|---|
| Sapporo | 2° | −4° | 16 | F |
| Sendai | 8° | 1° | 6 | E |
| Tokio | 12° | 4° | 5 | E |
| Kanazawa | 10° | 4° | 23 | E |
| Kyoto | 12° | 4° | 7 | E |
| Hiroshima | 12° | 4° | 6 | E |
| Naha (Okinawa) | 22° | 17° | 9 | C |
Am Japanischen Meer ist es umgekehrt. In Kanazawa ist der Dezember mit rund 300 Millimetern der niederschlagsreichste Monat des Jahres – als Regen, Graupel oder nasser Schnee an 23 Tagen. Dort ist eine dichte Sohle wichtiger als ein dickerer Mantel. Sapporo liegt tagsüber bei 2 Grad; dort gilt bereits die Winterausrüstung aus Muster F.
Drei Dinge, die keine Klimatabelle zeigt
Schuhe, die Sie schnell ausziehen. In vielen Tempelhallen, im Ryokan, in Restaurants mit Tatami-Boden und manchmal sogar in der Umkleide eines Geschäfts gehen Sie auf Socken. An einem Tag mit drei Tempeln ziehen Sie die Schuhe leicht zehnmal aus und wieder an. Schuhe ohne Schnürsenkel sparen Zeit, und ordentliche Socken ersparen Verlegenheit. Im Winter sind die Holzböden kalt – dann sind dicke Socken die wichtigste Winterkleidung.
Drinnen ist eine eigene Jahreszeit. Im Sommer sind Züge, Kaufhäuser und Museen stark gekühlt, im Winter stark geheizt. Wer von 34 Grad draußen in einen klimatisierten Shinkansen steigt, ist über die Strickjacke froh; wer im Januar im Mantel durch ein geheiztes Kaufhaus geht, über einen Mantel, der sich öffnen lässt. Schichten helfen in beide Richtungen.
Waschen statt schleppen. Viele Hotels haben Münzwaschmaschinen, und in den Städten gibt es Waschsalons. Für zwei oder drei Wochen reicht Kleidung für etwa eine Woche. Das Gepäck können Sie außerdem zwischen Hotels verschicken lassen, sodass Sie mit leichtem Tagesgepäck im Zug sitzen. Wie das in eine Route passt, zeigen unsere Vorschläge für zwei Wochen und drei Wochen.
Ihre Reise nach Klima planen
Die Frage „Was ziehe ich an?“ hängt eng mit der Frage „Wann reise ich wohin?“ zusammen. Wer im November Kyoto und Hokkaido verbinden möchte, braucht Kleidung für zwei Jahreszeiten; wer im Juni reist, kann dem Regen nach Norden ausweichen. Welche Jahreszeit zu Ihnen passt, vergleicht unser Beitrag zur besten Reisezeit.
Wenn Sie mit uns planen, sagen wir Ihnen vor der Abreise, was Sie für genau die Orte auf Ihrer Route einpacken sollten – und was Sie besser vor Ort kaufen. Kurz vor Ihrer Reise werfen wir gern noch einen Blick auf die aktuelle Vorhersage, denn ein Mittelwert ist keine Wetterprognose.
Quellen: Japanisches Wetteramt (JMA) – Klimamittelwerte 1991–2020, Sapporo, JMA – Sendai, JMA – Tokio, JMA – Kanazawa, JMA – Kyoto, JMA – Hiroshima, JMA – Naha, JMA – Beginn und Ende der Regenzeit (Mittelwerte 1991–2020), JMA – Taifune: Mittelwerte für Entstehung, Annäherung und Landfall, JMA Tokio – Kirschblüte: Blühbeginn und Vollblüte im Mittel, JMA – Sapporo: erster und letzter Schnee im Mittel, JMA – Sommertemperaturen in Japan seit 1898
Häufige Fragen zu Wetter und Kleidung in Japan
Welche Kleidung brauche ich im Oktober und November in Japan?
In Tokio und Kyoto liegt die Tageshöchsttemperatur im Oktober im Mittel bei 22 bis 23 Grad, im November bei 17. Nachts sind es im November rund 8 bis 9 Grad. Packen Sie Langarmshirts, einen leichten Pullover, eine Übergangsjacke und einen dünnen Schal. In Sapporo brauchen Sie im November schon einen Mantel, in Okinawa reicht ein T-Shirt.
Wie heiß ist es im Sommer in Japan?
Im August erreicht Kyoto tagsüber im Mittel 34 Grad, Tokio 31. Die Nächte kühlen in Kyoto und Osaka kaum unter 25 Grad ab. Diese Werte sind Mittel der Jahre 1991 bis 2020; die jüngsten Sommer lagen darüber. Leichte Kleidung, ein Hut, ein kleines Handtuch und eine dünne Strickjacke für klimatisierte Züge sind die Grundausstattung.
Wann ist Regenzeit in Japan?
Auf den Hauptinseln beginnt die Regenzeit im Mittel zwischen Ende Mai (Süd-Kyushu) und Mitte Juni (Nord-Tohoku) und endet zwischen Mitte und Ende Juli; in Tokio, Kyoto und Hiroshima dauert sie etwa von Anfang Juni bis um den 19. Juli. In Okinawa dauert sie von etwa dem 10. Mai bis zum 21. Juni. Für Hokkaido gibt das Wetteramt keine Regenzeit bekannt. Es regnet in dieser Zeit nicht jeden Tag: In Tokio fällt im Juni im Mittel an 12 Tagen Niederschlag.
Brauche ich im Winter in Tokio eine Daunenjacke?
In der Regel nicht. Tokio hat im Januar tagsüber im Mittel 10 Grad und nachts 1 Grad, es ist meist trocken und sonnig. Ein warmer Mantel, ein Schal und Funktionsunterwäsche reichen. Eine Daunenjacke und Stiefel mit Profil brauchen Sie, wenn Sie nach Hokkaido reisen oder in die Schneegebiete am Japanischen Meer.
Muss ich in Tempeln auf bestimmte Kleidung achten?
Eine feste Kleiderordnung gibt es in den meisten Tempeln und Schreinen nicht. Wichtiger als die Kleidung sind die Schuhe: In vielen Tempelhallen ziehen Sie sie aus. Schuhe ohne Schnürsenkel und Socken ohne Löcher machen das einfacher, im Winter warme Socken, denn die Holzböden sind nicht beheizt.
Ihre Japanreise – zur passenden Jahreszeit
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Reise anfragenÜber den Autor

Kentaro Asakura
Gründer von Japan Privat · Japan-Kenner, der Sie auf Deutsch begleitet
Kentaro Asakura ist in Japan geboren und aufgewachsen. In seinen Jahren in München lernte er fließend Deutsch sprechen und begegnete dort seiner späteren Frau, einer Deutschen – gemeinsam kehrten sie nach Japan zurück. Mit Japan Privat plant er seit über zehn Jahren individuelle Reisen für Gäste aus dem deutschsprachigen Raum – auf Deutsch, mit dem Blick eines Einheimischen und einem Gespür dafür, was Reisende aus dem deutschsprachigen Raum erwarten.



